
Huis van Roosendaal
Roosendaal
Architekten: Hans van Heeswijk Architecten // Projektumfang: 11.000 m² // Fertigstellung: 2022
2019 // Zirkuläres Design
Die Grundlage, das alte Stadthaus der Gemeinde Roosendaal kreislaufwirtschaftlich zu renovieren, ist auf viele Weisen, sowohl sichtbar als auch unsichtbar, im Entwurf für das neue HUIS zu erkennen. In erster Linie durch die bestehende Betonstruktur und das Fassadenmauerwerk, die größtenteils erhalten blieben. Die neue Fassade mit deckenhohem Glas und bunten Paneelen hinter der weißen Sonnenschutzverkleidung verleiht dem Gebäude einen neuen Elan.
Komfortable und flexible Arbeitsumgebung
Das Gebäude wurde mit einem Glasatrium für das Publikumszentrum erweitert, dem zentralen Treffpunkt im Gebäude. Das neue HUIS ist eine helle, komfortable und flexible Arbeitsumgebung für die Mitarbeiter der Gemeinde. Dies wird unter anderem durch die komplett neue Gestaltung der Büroetagen und die neuen, energieeffizienten, „intelligenten“ technischen Installationen für Beleuchtung und Belüftung ermöglicht.
2022 // Zukunftsorientierte Perspektive
Auch bei diesem Projekt zeigte ABT, dass sie aus der Perspektive des Nutzers denkt und mit dieser Sichtweise berät. Zukunftsfähigkeit ist schließlich Nachhaltigkeit. Und das stellt Anforderungen an die Flexibilität des gesamten Designs; nicht nur an die Raumaufteilung, sondern auch an die Konstruktion und die Installationen.
Die bestehende niedrige Bauweise hinter dem Gebäude, ehemals für den Bereich Publikumsangelegenheiten und das IT-Servicecenter der Gemeinde genutzt, sollte im neuen Entwurf als Konferenzzentrum mit verschiedenen Besprechungs- und Trauzimmern rund um zwei große multifunktionale Räume umgenutzt werden. Bei der Ausarbeitung der Pläne stellte sich heraus, dass die bestehende schwere Konstruktion der zukünftigen Nutzung der großen Säle buchstäblich im Weg stand.
Auf Empfehlung von ABT wurde beschlossen, die bestehende Betonstruktur abzureißen, jedoch das Fundament zu erhalten. Daraufhin wurde eine filigrane Stahlkonstruktion mit stützenfreien Spannweiten für die Säle entworfen.
Diese Bauteile erhielten ein weiteres Leben:
// Die Empfangstheke wird nun in einem Autohaus verwendet.
// Betonplatten vom Dach werden für die Terrainbefestigung wiederverwendet.
// Die Solarmodule des alten Stadthauses, die nicht mehr auf das neue Dach passten, fanden einen Platz auf einem anderen Gebäude der Gemeinde.

// Die Profile der alten Fassade werden von einem Künstler zu einem Kunstwerk für den Garten des HUIS umgestaltet.
// Die Lichtpoller im Garten des HUIS sind aus alten Fensterrahmen gefertigt.
// Alte Leuchtstoffröhren erhalten ein zweites Leben als Kronleuchter.
// Die Dachisolierung, die entfernt werden musste, konnte im Boden wiederverwendet werden.
// Aluminium und Glas aus den Außenfenstern wurden in einer Lampe verarbeitet.
// Außenfenster und Isoliermaterial werden als Dachisolierung für ein B&B wiederverwendet.
// Glaswände aus dem Inneren des Stadthauses werden im HUIS erneut verwendet.
// Die alten Holztürenrahmen werden nun als Parkett verwendet
// Glas, das nicht wiederverwendet werden konnte, wurde zerkleinert, gereinigt und in der Glasfabrik zu neuem Glas verarbeitet.
// Die Deckenplatten wurden entfernt, übergesprüht und online als Second-Hand-Ware verkauft.
// Die Fußleisten wurden entfernt, demontiert und ebenfalls als Second-Hand-Ware verkauft.
Die alten Heizkörper wurden entfernt, demontiert und verkauft. Jetzt dienen sie als Fahrradständer.
// Das alte Schaltmaterial wurde entfernt, gereinigt und als Second-Hand-Ware verkauft.
Die alten Toiletten wurden online als Second-Hand-Ware verkauft und dienen jetzt unter anderem als Pflanzgefäße.
// Die alten Toiletten wurden online als Second-Hand-Ware verkauft und dienen jetzt unter anderem als Pflanzgefäße.
Material, das hier nicht wiederverwendet werden konnte, wurde verkauft, sodass das verbleibende nicht-wiederverwendbare Material in einen kleinen Abrisscontainer passte.
Leistungsbild: Tragwerksplanung Fassade, Design- und BIM-Koordination, Bauteamkoordination, Entwurfsoptimierung, Unterstützende Bauüberwachung
Fotos: Luuk Kramer

















