FORMUM GRONINGEN | GRONINGEN

NL Architecten

Projektumfang
20.000 BGF
Fertigstellung
2020
Leistungsbild
Machkarkeitsstudie, Tragwerksplanung, Baukostenmanagement, Projektsteuerung, Geotechnik

 

EIN KULTURKOMPLEX FÜR DIE GRONINGER BÜRGER

 

Das Groninger Forum hat im November 2019 seine Pforten öffentlich geöffnet. Das Groninger Forum ist ein Kulturkomplex, bestehend aus 11 Etagen mit der Stadtbibliothek Groningen, dem Groninger Museum, dem Groninger Archiv und dem Filmtheater. Außerdem gibt es eine Parkgarage mit fünf Untergeschossen mit ca. 400 Stellplätzen und 1.500 Fahrradstellplätzen.

 

NL Architects entwarfen ein ambitioniertes, skulpturales Gebäude an der Ostseite des Grote Markts. Die Enden des Gebäudes sind in entgegengesetzte Richtungen geneigt. Abgeschrägte Oberflächen verbessern den Lichteinfall für die umliegenden Gebäude. Sie machen das Gebäude räumlich. Das gläserne Atrium bietet spektakuläre Ausblicke. Während des gesamten Designprozesses wurde auf Nachhaltigkeit geachtet. Ergebnis: Der Energieverbrauch ist halb so hoch wie der eines Referenzgebäudes.

 

ABT führte einen Quick-Scan durch, um die Risiken von Setzungen in Bezug auf ein effizientes Baugrubenprinzip zu untersuchen. Eine Variantenstudie führte zu einem fünfschichtigen Fundament mit Schlitzwänden, Unterwasserbeton, Zug-/Druckpfählen und Zugankern. In der Baugrube wurde Unterwasserbeton als temporäre Unterwasserabdichtung verwendet. Die Decke aus stahlfaserverstärktem Unterwasserbeton ist mit fast 4.000 m3 die größte der Niederlande.

 

Das Haupttragwerk besteht aus zwei Betonkernen mit dazwischenliegenden Stahlvolumina, die auf das Parkhaus aufgesetzt werden. Die Architektur machte die Konstruktion zu einer Herausforderung: Die Säulen durften auf keinem Stockwerk in einer Linie stehen und die Fassaden waren schräg. So entstand ein Spinnennetz aus tragenden vertikalen Leitungen, die auch horizontale Kräfte aufnehmen. Diese unregelmäßige Struktur des Überbaus musste sich in das regelmäßige Parkraster im Unterbau einfügen.

 

Das Groninger Forum wurde 2007 gegründet. Zu dieser Zeit war es nicht üblich, Gebäude dreidimensional auszuarbeiten, aber ABT entschied sich dafür, dies zu tun. Die Spezifikationen wurden mit einem BIM-Modell als Vertragsdokument geliefert. Neben der virtuellen Zusammenarbeit gab es auch eine physische. In BIM wurden die Elemente des Subunternehmers über den Entwurf gelegt, um mögliche Abweichungen schnell zu erkennen. Die Steuerung anhand von Zeichnungen gehört definitiv der Vergangenheit an.

ABT wurde zunächst für den Bau angefragt, aber dann war ABT an der Machbarkeitsstudie, der Tragwerksplanung, der Ausarbeitung des Bauplans, dem Baukostenmanagement, der Projektleitung, der geotechnischen Beratung und dem Designmanagement beteiligt. Auf Wunsch der Gemeinde Groningen stellte ABT einen erfahrenen Superintendenten, einen Tagesmanager, einen Superintendenten und spezielle Inspektoren. Auf diese Weise wuchs die Beteiligung von ABT an dem Projekt mit dem Wachstum des Groninger Forums.